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Dr. Joseph Glaubrech (1800-1862)

zuletzt aktualisiert: 11.08.2009

von Florian Ferrebeuf

Joseph Glaubrech wurde am 24. Mai 1800 in Mainz geboren. Er studierte Rechtswissenschaften, promovierte in Gießen und ließ sich dann als Advokat in seiner Heimatstadt nieder. Im Jahr 1832 wurde der bekennende Liberale in die 2. Kammer des hessischen Landtags gewählt. Hier profilierte er sich unter anderem mit einer Schrift "Über die gesetzlichen Garantien der persönlichen Freiheit in Rheinhessen", in der er die Rheinischen Institutionen verteidigte. 1846 wurde Glaubrech zum Obergerichtsrat ernannt. Im Jahr darauf erzielte er seinen wohl größten politischen Erfolg, nämlich die Abschaffung der sog. Moralitätspatente. Mit dieser amtlichen Bescheinigung hatten jüdische Gewerbetreibende im Großherzogtum Hessen-Darmstadt bis dahin ihre Vertrauenswürdigkeit nachweisen müssen. Während der Revolution war Glaubrech Delegierter des Wahlkreises Mainz im Vorparlament und von 1849-1850 Vizepräsident der 2. hessischen Kammer. Er starb am 12. Juli 1862 in Mainz.


Literatur:

  • Jochen Lengemann (Hg.): MdL Hessen 1808-1996, Biographischer Index, Marburg 1996.
  • Regina Ogorek: Aufklärung über Justiz, Richterkönig oder Subsumtionsautomat? Zur Justiztheorie im 19. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2008.

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